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Gemeinsamer Unterricht an der Waldschule

Die Waldschule hat seit 1992 gute Erfahrungen mit dem Gemeinsamen Unterricht gemacht. Im integrativen Unterricht sammeln die Kinder wertvolle Erfahrungen im täglichen Umgang miteinander und auch über den Klassenverband hinaus erkennen die Schüler, dass Menschen unterschiedlich sind und Stärken und Schwächen haben, die nicht nur aus schulischen Leistungen bestehen.

Nach unserer Erfahrung ist es am sinnvollsten, eine entsprechende Klasse mit max. 20 Kindern einschließlich dreier Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf zusammenstellen. Erforderlich sind jeweils eine Lehrkraft der Grundschule und der Förderschule in ständiger Doppelbesetzung.

Der Unterricht beginnt täglich mit einer freien Spiel- und Arbeitsphase. Hier entsteht Kommunikation zwischen den Kindern, aus geknüpften Kontakten können sich Freundschaften entwickeln. Der anschließende Morgenkreis führt die Kinder und die Lehrkräfte zusammen. Er bietet auch Raum für musische Inhalte und spezielle Förderschwerpunkte für alle Kinder. Die folgende Arbeit mit dem Tages- oder Wochenplan ermöglicht und erfordert eine hohe innere Differenzierung. Gibt es z.B. in der Klasse ein Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf für Praktische Bildbare, so muss bereits mit Beginn der ersten Klasse ständig und besonders im Mathematik- und Deutschunterricht der individuelle Förderplan berücksichtigt werden. Projektorientierter Unterricht, ein wichtiger Bestandteil des Unterrichtsgeschehens, bietet hier im besonderen Maße die Möglichkeit, dass alle Kinder in Kooperation miteinander, auf ihrem jeweiligen Entwicklungsstand an einem gemeinsamen Lerngegenstand lernen.

Den Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf wird ermöglicht, an allen schulischen Aktivitäten teilzunehmen. Zusätzlich zu diesen Ereignissen im Allgemeinen bereiten klassenspezifische Feiern und Feste Freude und fördern das Gemeinschaftsgefühl.

Die Aufsicht in den Hofpausen wird wegen des erhöhten Aufsichtsbedarfs auch personell durch eine zusätzliche Kraft verstärkt.

Eine Fortsetzung der integrativen Beschulung an weiterführenden Schulen bedarf der frühzeitigen Kontaktaufnahme mit diesen. Ziel ist ein rechtzeitiger Austausch über die pädagogischen Notwendigkeiten (unter Berücksichtigung jedes einzelnen Kindes mit sonderpädagogischem Förderbedarf) und die Möglichkeiten der jeweiligen zur Verfügung stehenden Schulen. Die Beratung der Erziehungsberechtigten muss sich am Wohle des Kindes und den realen Möglichkeiten orientieren: Die Mehrzahl unserer SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf besucht(e) ab Klasse 5 die entsprechende Förderschule. Einige wechselten zum Gemeinsamen Unterricht an weiterführenden Schulen.